Zu Hause bei den Bergbauern Nepals
Schon als Junge hatte mich der Himalaya beeindruckt, und ich verschlang alles, was es über Reinhold Messner zu lesen gab. Mich faszinierte nicht nur der Mut dieses Extrembergsteigers, sondern genauso die Leistungen der Sherpas, der stillen Helden am Mount Everest. Bis heute ist meine Liebe zur rauen Welt der Berge und besonders zum Himalaya-Gebirge ungebrochen. Deshalb wollte ich mir genügend Zeit nehmen, um Nepal in seinen verschiedenen Facetten kennenzulernen. 2018 begann ich im nepalesischen Himalaya meine erste Fotoreportage, um zu verstehen, wie Bauernfamilien in den Bergen ihren Alltag meistern. Unter den Menschen, die ich kennenlernte, waren auch Gonga Shrestha (Titelbild) und ihre Grossmutter Pelalomu Shrestha (links), die trotz des beim Erdbeben von 2015 schwer beschädigten Hauses weiterhin dort lebten. Gonga war jung, selbstbewusst und voller Pläne, während Pelalomu auf ein entbehrungsreiches Leben zurückblickte – zusammen spiegelten sie die unterschiedlichen Realitäten von Jung und Alt in den Bergen Nepals. Unter anderem sprachen wir über ihre Träume, ihre Hoffnungen für die Zukunft Nepals und über das, was ihnen im Leben am wertvollsten war. Neben ihnen lernte ich unter anderem auch Ramcheki Sherpa, Abishek Karki, Anisha Tamang, Ngawa Sherpa und Dichhen Sherpa kennen, die mir von ihren Hoffnungen und Herausforderungen erzählten.